Mit Politikern ist es wie mit Hunden: Man muss sie bestrafen, wenn sie etwas falsch gemacht haben, aber auch loben, wenn sie sich richtig verhalten. So wie im Fall von Herr Krautscheid, dem nordrhein-westfälischen Medienminister.
Am Rande der gamescom fand gestern der gamecom congress statt und gab Branchenvertretern, Politikern und Wissenschaftlern Anlass, sich über die soziale und wirtschaftliche Bedeutung von Computerspielen auszutauschen.
Neben anderen interessanten Punkten merkte Andreas Krautscheid zur aktuellen politischen Diskussion über gewaltbeinhaltende Computerspiele an, “dass manch ein Politiker im Wahlkampf versucht ist, sich zu Dingen zu äußern, von denen er wenig versteht” und die Debatte verlaufe “sehr undifferentiert und tendenziös”.
Das sind jetzt nicht unbedingt brandneue Erkenntnisse und “wenig verstehen” ist vielleicht auch noch ein wenig übertrieben, aber es ist löblich, dass dieser Ansicht ebenso Politiker sind und dies auch äußern.
Auch der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, vertrat diese Ansicht und kritisierte, dass der Diskurs zur Absage von verschiedenen durch seine Behörde organisierten Informationsveranstaltungen führte.
Wir sagen: Richtig so, Herr Krautscheid! Schön, dass es auch zivilisiert und differenziert von Statten gehen kann!
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