Die Freiheit statt Angst-Demonstration scheint ein voller Erfolg gewesen zu sein. Um die 20.000 Menschen trafen sich am Samstag in Berlin um ein Zeichen zu setzen gegen den ausufernden Überwachungsdrang von Staat und Wirtschaft.
Wirklich jeder kam auf seine Kosten, sogar einzelne Polizisten durften endlich mal so richtig drauf losknüppeln.
Das folgende Video zeigt, wie ein Fahrradfahrer äußerst unsanft an der Weiterfahrt gehindert wird:
Ein Fehlverhalten des Demonstranten ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, er hat sein Vehikel ordnungsgemäß über die Straße geschoben – aber vielleicht ging sein Rücklicht nicht. Das kann einen als Polizist schon ziemlich in den Wahnsinn treiben!
Spaß beiseite: Man sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen, auch wenn es noch so offensichtlich scheint. Es ist trotzdem schwierig allein anhand eines Videos zu beurteilen, wie es zu diesem Ausraster gekommen ist. Aber es ist auf jeden Fall Anlass, um die Situation genaustens zu untersuchen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
UPDATE
Das folgende Video zeigt die Situation kurz vor dem Übergriff aus einer anderen Perspektive. Die Ausschnitte überlagern sich zeitlich (Vgl. erstes Video 00:12, zweites 00:25).
UPDATE 2
Es kommt mittlerweile richtig Schwung in den Fall. Laut einem Artikel auf taz.de vermisst das Opfer der Attacke (s)einen Zettel, auf dem er sich Notizen zu den beteiligten Beamten machte. Dieser sei ihm von der Polizei abgenommen und nicht wieder ausgehändigt worden. Nun ist also auch zu prüfen, ob Beweismittel beiseite geschafft wurden.
Der Berliner Polizeichef versprach bereits am Montag die lückenlos Aufklärung des Falls. Da denke ich mir: Das ist jawohl auch das Mindeste, das muss man doch nicht extra hervorheben.
Generell stimmt einen dieser Fall sehr nachdenklich: Wie viele Fälle, die nicht zufällig per Video dokumentiert werden, gibt es wohl? Und wie wird mit diesen verfahren? Wie viele werden unter den Tisch gekehrt?
UPDATE 3
Auf adrianlang.de sind weitere Videos verfügbar. Besonders das Dritte ist sehr “interessant”, da es die gezielten Schläge und die Brutalität dokumentiert, mit der die Beamten ohne ersichtlichen Grund vorgehen.
Tags: Angst, BRD, Demonstration, Ironie, Stasi 2.0, Websperren, youtube
Mh, mir fällt aber definitiv kein einziger legitimer Grund ein, weshalb der Polizist hätte drauf losknüppeln müssen. Selbst wenn der Fahrradfahrer ihm in den Sack gehauen hätte (was ziemlich dämlich wäre bei ‘nem Dutzend starken grünen Männchen um einen herum)… Selbst dann hätte der be-/getroffene Ordnungshüter (oder einer seiner Kollegen) den Fahrradfahrer einfach am Arm festhalten können… Oder den Schlagstock in die Speichen…
Das sehe ich ebenfalls so, es wird für die (Re)Aktion mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen plausiblen bzw. entschuldigenden Grund geben.
Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass man die Situation (!) nicht allein anhand des Videos bewerten und somit urteilen kann.
was geht eigentlich mit den commis, warum steht da 14.09 und nicht 15.09?
Der Kommentar ist in der Tat von gestern, die Postzeit ist die Zeit des Updates.
ne, das ist in der tat so, das wir auch artikel kommentieren, die noch nicht existieren, aber auf grund unserer erfahrung mit 99%iger sicherheit entstehen werden.
Ich hoffe, da folgt ein Berufsverbot als Polizist und ein Eintrag im Strafregister…