Die Bundesrepublik Deutschland wird nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die grenzenlose Ungerechtigkeit in der ehemaligen DDR, begangen unter anderem durch das Ministerium für Staatssicherheit, zu betonen während sie sich gleichzeitig im Eiltempo in Richtung Überwachungsstaat bewegt. Ich frage mich, ob sie sich dieser Schizophrenie nicht bewusst ist oder ob sie den Pöbel für absolut beschränkt hält (was auf weite Teile sehrwohl zutrifft).
Es ist im Moment offenbar chic Drehkreuze des deutschen Fernverkehrs Provinzbahnhöfe zu evakuieren, Sprengstoffexperten anrücken zu lassen und wild rumzusprengen, weil man das Vergessen von Jutebeuteln und Köfferchen durch verwirrte Muttchen (man verzeihe mir diese Pauschalisierung) als im höchsten Maße bedrohliche terroristische Akte interpretiert.
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Die Freiheit statt Angst-Demonstration scheint ein voller Erfolg gewesen zu sein. Um die 20.000 Menschen trafen sich am Samstag in Berlin um ein Zeichen zu setzen gegen den ausufernden Überwachungsdrang von Staat und Wirtschaft. Wirklich jeder kam auf seine Kosten, sogar einzelne Polizisten durften endlich mal so richtig drauf losknüppeln.
Deutschland befindet sich in einer Schockstarre. Politik, die nahende Wahl – alles scheint unwichtig in dieser dunkelsten Stunde der Bundesrepublik Deutschland. Ein Skandal apokalyptischen Ausmaßes legt sich wie ein schwarzer Schleier über das Land. Stein des Anstoßes ist ein Buch …
Früher, als ich noch jung und naiv war, dachte ich, dass das Denken in Ossi-Wessi-Kategorien langsam aber sich verschwunden ist. Mit Beginn meiner Ausbildung wurde ich allerdings eines besseren belehrt.
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