Satire
Wer annimmt, dass die Netzgemeinschaft ein einziger homogener Klumpen ist, der wird dieser Tage eines Besseren belehrt. Denn es tobt ein lexikalischer Dschihad, ausgetragen auf dem Rücken der Wikipedia.
Die ehemals riesige Fangemeinde von Hartz 4 schwindet, inzwischen hält nur noch ein kleiner Kreis von Hardcorefans zu ihm. Und trotz so zauberhafter Redewendungen wie “Hartz 4 – der Tag gehört dir!” und Wortschöpfungen wie “Hartz 4-TV” oder schlicht “Hartzern”, die wir ihm verdanken, muss sich die einst so stolze, in Fachkreisen auch unter Arbeitslosengeld II bekannte Grundsicherungsleistung nun sogar vor dem Bundesverfassungsgericht verantworten!
Es ist im Moment offenbar chic Drehkreuze des deutschen Fernverkehrs Provinzbahnhöfe zu evakuieren, Sprengstoffexperten anrücken zu lassen und wild rumzusprengen, weil man das Vergessen von Jutebeuteln und Köfferchen durch verwirrte Muttchen (man verzeihe mir diese Pauschalisierung) als im höchsten Maße bedrohliche terroristische Akte interpretiert.
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Nooooooormalerweise geht mir die Schlechtmacherei von allem und alles und allen und jedem und jedes und jeder auf Spiegel Online ja ziemlich auf den Senkel. Da sitzen anscheinend ausschliesslich hauptsächlich sehr, sehr schlecht gelaunte Misantrophen in der Redaktion mit ganz, ganz wenig Spaß bei der Arbeit. Aber auch wenn ich ein großer Dr. Guido “Grandmaster of Rhetorik” [...]
Wie geht der Satz wohl weiter? a) … die Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln! b) … Spielverbot und Internetsperren! DING DING DING!!! RICHTIG!!!! Die Überschrift des Artikels auf golem.de ist schon lustig genug, aber auch der Inhalt hat es natürlich in sich. Nach dem alljährlichen Amoklauf (Veranstaltungsort dieses Jahr: Winnenden) hatte die Baden-Württembergische Landesregierung eine Expertenkommission unter dem klingenden Namen [...]
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